Vorsorgen statt Verdrängen: Mit der DELA Vorsorge-Checkliste richtig absichern


Sich im Alltag vor Risiken zu schützen oder Dinge für die Liebsten zu regeln, ist für die meisten Menschen selbstverständlich. Sich aber mit dem eigenen Ableben zu beschäftigen, ist für uns oft schwieriger. Dabei ist die rechtliche und organisatorische Vorsorge nicht nur für Dich selbst, sondern auch für Deine Liebsten eine große Hilfe, denn schlimmstenfalls wird ein überraschender Todesfall zur emotionalen Herausforderung für Hinterbliebene. Hier erfährst Du, wie Du ganz einfach mit der Vorsorge beginnst.


Was kann im Ernstfall auf Dich zukommen? – Mit der Checkliste vorbereitet sein.

Vorsorgevollmacht

Mit der Vorsorgevollmacht berechtigst Du eine oder mehrere ausgewählte Vertrauenspersonen dazu, im Ernstfall Deinen eigenen Willen zu erfüllen. In Kraft tritt diese Vollmacht, sobald Du selbst nicht mehr in der Lage bist, Deine eigenen Wünsche auszudrücken oder eigenständig zu handeln.

Patientenverfügung

Die Patientenverfügung kann im Zweifel die Frage nach Leben oder Tod beantworten. Wünschst Du Dir die Abstellung lebenserhaltender Maschinen? Oder kommt eine Organspende für Dich in Frage? Dies sind Fragen, die innerhalb einer Patientenverfügung geklärt und für den Ernstfall dokumentiert werden. Außerdem kannst Du Vertrauenspersonen berechtigen, im Ernstfall Informationen von Ärzten zu erhalten.

Testament

Das Testament regelt Deinen Nachlass. Dein Testament muss von Dir handschriftlich verfasst oder notariell beglaubigt und vollständig mit Ort und Zeitangabe unterzeichnet werden. Weitere hilfreiche Tipps zum Thema Testament findest du in hier Tipps zum Testament und im Interview mit Rechtsanwalt und Erbrechtsexperten Dr. Jürgen Reiß.



Wo und wie soll die Bestattung stattfinden?

Entscheide selbst, wie Dein Abschied aussehen soll und halte Deine Wünsche für den letzten Tag schriftlich fest. Somit bleibt den ohnehin schon belasteten Hinterbliebenen die nervenaufreibende Planung erspart und Du schenkst Ihnen Zeit zum Trauern.

1. Wie soll die Trauerfeier verlaufen, sollte es eine geben? Manche Bestattungsunternehmen bieten unterstützend bereits eine vorzeitige Planung an.

2. Ist eine Erdbestattung im Sarg oder doch eine Kremation die bevorzugte Wahl? Oder doch etwas Ausgefalleneres wie eine Diamantbestattung?

Kleiner Tipp: Mit den Stillen Wünschen erhältst Du einen kostenfreien Leitfaden, der Dich Schritt für Schritt durch die Planung Deiner Wunschbestattung führt.

3.Wie teuer soll die Beerdigung sein? Die Kostenfrage solltest Du dir ebenfalls zu Lebzeiten klären. Verwaltungskosten und Beisetzungsgebühren belaufen sich in der Regel auf einen Rahmen zwischen 3.000 Euro und 9.000 Euro. Mit einer Sterbegeldversicherung kannst Du sicher und günstig der finanziellen Belastung für Deine Hinterbliebenen vorbeugen.

 

 

 

Was erwartet meine Hinterbliebenen?

Neben einigen Punkten, für die Du für den Ernstfall vorsorgen kannst, bleiben auch Aufgaben offen. Diese können Hinterbliebene erst nach Versterben des Betroffenen organisieren. Um auch hier Nahestehende zu entlasten, ist es wichtig, vorab relevante Informationen zu kommunizieren. Idealerweise sind alle benötigten Unterlagen und Kontaktdaten auffindbar an einem Ort verwahrt.

Um Euch in der schweren Zeit zu unterstützen, haben wir einen Trauerfallleitfaden für Euch erstellt:

Zum Trauerfallleitfaden




Checkliste vor dem Begräbnis

Ausstellung einer Sterbeurkunde

Für die Beantragung des Totenscheins durch den Bestatter ist eine Sterbeurkunde erforderlich. Verstirbt der Angehörige zu Hause, stellt der Arzt sie aus. Sollte der Todesfall in einer Klinik erfolgen, so übernimmt diese die anfallende Formalität. In jedem Fall müssen Angehörige das Dokument – damit ein Bestatter tätig wird – drei Werktage nach dem Todesfall standesamtlich beantragen.

Benachrichtigungen Angehöriger und Arbeitgeber

Nicht zuletzt durch das Recht auf Sonderurlaub bei Tod eines nahen Verwandten muss der Arbeitgeber informiert sein. Sowohl der des Toten als auch Arbeitgeber betroffener Angehöriger.


Einen Bestatter beauftragen

Sollte vorab nicht geregelt worden sein, welches Bestattungsunternehmen das Begräbnis durchführt, steht Angehörigen die Wahl des Instituts frei. Die Bestattungskosten trägt indessen der Erbe oder eine abgeschlossene Sterbegeldversicherung.


Versicherungen informieren

Versicherungsunternehmen behalten es sich weiterhin vor, die Todesursache zu prüfen. Zudem beinhalten Verträge oft kurze Meldefristen. Kranken- oder Pflegeversicherungen sehen meist etwas längere Meldefristen vor. Zur idealen Vorsorge können Angehörige die Fristen auch schon vorab heraussuchen.

Verträge auflösen

Verantwortliche sollten außerdem Mobilfunk-, Leasing oder Mietverträge unverzüglich auflösen. Denn: Hier gilt nicht die sofortige Kündigung durch den Todesfall. Vorgegebene Kündigungsfristen bleiben bestehen.



Checkliste nach dem Begräbnis

Nachlass und Erbe

Bei einem vorliegenden Testament gilt es, einen Termin mit dem Nachlassgericht zu vereinbaren. Hier können Erben den Erbschein beantragen. Nach Ausstellung des Erbscheins gilt es, das Finanzamt zu benachrichtigen. Der Erbschein gilt als offizieller Nachweis und berechtigt zum Zugriff auf alle Konten des Verstorbenen.

 

Digitale Profile und Accounts abmelden

Abschließend ist auch die Abmeldung aller digitaler Konten des Verstorbenen wichtig. Instagram und Facebook bieten sogar einen Gedenkmodus. Angehörige können dann nach dem Tod die Verwaltung des Profils übernehmen.

Mehr zum Thema Digitaler Nachlass findest du hier:

Digitaler Nachlass


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